14. Praxisimpuls

Vom Ostermorgen

(2. bis 5. Jahrgangsstufe. Thema: Ostererzählungen)

Material

Ein Stapel gelber Papierstreifen. Das schwarze Tuch. Musik, die zu fröhlichem Eilen anregt. Beispiel  Johannes Brahms, Ungarische Tänze Opus 21, e-moll: https://www.youtube.com/watch?v=A1lOOcMWySw

Cymbeln und Triangel

Didaktischer Hinweis.

Biblische Ostertexte von individuellen Begegnungen. Namen werden genannt, physische Lebensgeschichten kommen ins Spiel.  Es werden Zeitzeugen aufgeführt. Es ist ein Aufruhr, über den berichtet wird, – ein Aufruhr darüber, dass etwas geschehen ist, das sich nicht erklären lässt. Denn erklärt wird nichts in den biblischen Texten. Das Unerhörte wird nicht durch Detailbeschreibungen bagatellisiert. Es wird nur erzählt: Das Grab ist leer, Gott hat den Tod besiegt, Jesus ist durchgebrochen durch die Mauer des Todes in ein neues Leben hinein. Die Begegnungen mit dem Auferstandenen lösen Fassungslosigkeit, ja Entsetzen aus. Wir werden gewahr: Hier wird von Dimensionen Gottes gesprochen, die nicht mehr in unser logisches Weltbild passen. Diesen Erzähltraditionen können sich die Schülerinnen und Schüler im Spiel aussetzen und in der Reflexion dazu eigene Haltungen erkunden.

Symbolspiel und Lied

An die Ecken des schwarzen Tuchs werden Stapel gelber Papierstreifen gelegt: Während wiederholte Male zwei Verse gesungen werden zur Melodie von EG 105, legen die Teilnehmenden die Streifen auf das Tuch, so dass es von der „Ostersonne“ ganz überstrahlt wird:      

Text: Elisabeth Buck  

Erzählung und pantomimisches Spiel

Die Frauen auf dem Weg zum Grab. Alle versuchen nun, an den Trauergang der Frauen zu denken und den langsamen schweren Weg körperlich auszuprobieren. Ein Weg, auf dem die Frauen nichts sehen vom herrlichen sonnendurchfluteten Morgen…

Erzählung zur Ostergeschichte aus dem Matthäusevangelium.

Impulsfrage: „Wie werden nun die Frauen zu den Freunden von Jesus gehen? Genauso wie auf dem Weg hin zum Grab? Oder anders?…“ Alle versuchen, sich inspirieren zu lassen zu einem freudigen eilenden, fliegenden Gang. (Matthäus 28,8: „Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.“) –  mit Musik (siehe Material oben)

Bewegte Liedgestaltung.

„Osterläuten“ mit Cymbeln und Triangeln zum Lied EG 105: Alle stehen in Schrittstellung im Kreis mit gefassten Händen. (Man könnte auch zusammengerollte DIN A-Blätter zwischen sich fassen, wenn z.B. Jungen und Mädchen einander nicht an den Händen halten möchten.) Alle wiegen mit Gewichtsverlagerung auf den jeweiligen Fuß nach innen und nach außen – wie läutende Glocken. Beim „Halleluja“ des Liedes stimmen jeweils alle mit den Instrumenten ein:

Wer wälzt uns fort den schweren Stein, Halleluja

sonst können wir nicht ins Grab hinein. Halleluja

Der Stein ist fort, das Grab ist leer! Halleluja

Wer hilft uns, wo ist unser Herr? Halleluja

Erschrecket nicht, was weinet ihr? Halleluja

Der, den ihr sucht, der ist nicht hier!“

Du lieber Engel, sag uns an, Halleluja

wo hast du ihn denn hin getan? Halleluja

Er ist erstanden aus dem Grab, Halleluja

heut an dem schönen Ostertag. Halleluja