Der sechste Praxisimpuls

… ein offnes Tor in einer Mauer, so ist Versöhnung

(3. bis 10. Jahrgangsstufe. Verschiedene Themenzusammenhänge wie Versöhnung, Abbau von Vorurteilen, Neuanfang, aber auch Ostern)

Material: Mehrere große Kartons

Symbolspiel und Gespräch

Vorbereitend wird aus den Kartons eine Mauer gebaut zwischen zwei seitwärts umgedrehten Tischen, die mit ihrer senkrecht gestellten Platte die Mauer abschließen.

Nun versuchen die Schüler*innen jeweils einzeln oder zu zweit in verschiedenen Möglichkeiten durch die Mauer hindurchzukommen. Für jeden Durchgang wird die Mauer wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, um jeder Person das Erlebnis zu ermöglichen.

Anschließend wird darüber gesprochen, was Mauern zwischen Menschen aufbaut. Gemeinsam werden Lösungen gesucht, wie Wege durch solche Mauern hindurch möglich sind. Diese Lösungen werden dann auf Papierbögen geschrieben, die zu einem Weg gelegt werden durch die zuletzt entstandene Mauerlücke hindurch. Die Mauer öffnet einen Weg in die Freiheit, in der alle Menschen in ihrer Vielfalt miteinander leben können.

Das Symbolspiel kann auch auf das Thema Ostern hinführen. Wodurch öffnet sich die Mauer zwischen Gott und den Menschen? (Das kann auch Bezug nehmen zum zerrissenen Vorhang im Tempel aus dem Matthäusevangelium 27,51)

Anschließend kann das Lied „Wie ein Fest nach langer Trauer“ gesungen werden.

Lied

1) Wie ein Fest nach langer Trauer,
wie ein Feuer in der Nacht.
Ein offnes Tor in einer Mauer,
für die Sonne auf gemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen,
wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen
ein-ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.

Ref.: So ist Versöhnung,
so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung,
so ist vergeben und verzeihn. (2x)

(Jürgen Werth / Johannes Nitsch)