18. Praxisimpuls

Die erste Stunde im neuen Schuljahr

Für alle Klassenstufen modifizierbar

Erstes Spiel: Die Namen von einander kennenlernen

Jede Person nennt der Reihe nach ihren Namen und nennt dazu eine persönliche Vorliebe, ein Hobby oder eine Lieblingsspeise, die mit dem gleichen Buchstaben wie der Vorname beginnen muss. Dazu macht die Person eine Geste, die diese Vorliebe oder das Hobby verdeutlicht.  

Beispiele: Ich heiße Annelie und gehe mit meinem Vater gerne Angeln. (Handbewegung des Aufkurbelns der Angelschnur…).  Ich bin der Erich und esse gerne Eis. (Pantomimisch Eis schlecken). Usw.

Jeder Person, die neu an der Reihe ist, muss die letzten drei Namen mit der zugehörigen Vorliebe und der Handbewegung wiederholen. Bei älteren Schülern kann man alle zuvor Genannten wiederholen lassen wie im Spiel „Ich packe meinen Koffer und packe ein…“)

Zweites Spiel: Die Herkunft bedenken:

Auf den Boden wird ein X in die Mitte des Stuhlkreises mit Kreide gemalt oder ein X aus zwei Papierstreifen gelet.

In die Mitte des Kreuzes kommt ein Kompass. Die Kreuzmitte steht für den Schulort.

Nun nennt jede Person ihren Geburtsort und setzt sich je nach geographischer Lage des Geburtsortes östlich, westlich, südlich oder nördlich vom Kreuzungspunkt auf den Boden. (Oder direkt zum Kreuzungspunkt). Bei Unsicherheiten kann man den Schüleratlas zu Hilfe nehmen. Am Ende sollten alle Personen am Boden sitzen – entsprechend ihrer Herkunft den Himmelsrichtungen zugeordnet.

Drittes Spiel: Interessen und Begabungen voneinander kennenlernen:

Alle Personen stehen hinter ihrem Stuhl.

Jede Person der Reihe nach erhält die Gelegenheit, ein Detail aus den eigenen Interessen und Begabungen zu benennen.

Alle, die der Meinung sind, dieses Detail sei auch in ihrem Leben relevant, setzen sich auf ihren Stuhl. Wer das Detail genannt hat, versucht sich einzuprägen, wer sich alles dazu hingesetzt hat.

Wenn danach sich alle wieder hinter den Stuhl gestellt haben, kommt die nächste Person an die Reihe. Ist dieser folgende Durchgang vorbei, kommt allerdings nicht gleich die nächste Person dran, sondern die Person aus dem vorhergehenden Durchgang soll sich erinnern: „Wer war bei meinem Aufruf auf dem Stuhl gesessen?“ Die Namen werden aufgezählt und alle nun mit Namen Genannten treten vor ihren Stuhl. War es richtig, setzen sie sich, war es falsch, bleiben sie stehen.

Es folgt eine kurze Diskussion und dann die Berichtigung…

So wird also nach jedem neuen Durchgang der vorhergehende Durchgang memoriert.

Vorschläge für Details aus den Interessen und Begabungen: „Meine Lieblingsfarbe ist grün. Bei wem ist das auch so?“ „Mein Lieblingsfach in der Schule ist Englisch. Wer hat noch dieses Lieblingsfach?“ „Ich beschäftige mich am liebsten mit meinem Computer. Wer noch?“ „Ich habe eine Katze zuhause. Hat noch jemand eine Katze bei sich daheim?“ …

Viertes Spiel: Vielfalt der Religionsgruppe wahrnehmen

Im Kreis nebeneinander oder in einer Reihe nebeneinander sortieren sich die Schüler*innen jeweils nach

  • Schuhgröße
  • Alter
  • Haarfarbe
  • Körpergröße
  • Augenfarbe

Gespräch: Die Lehrkraft erzählt kurz, was die Schüler*innen im neuen Schuljahr thematisch erwarten wird. Sie befragt die Schüler*innen nach ihren besonderen Wünschen für das Schuljahr, die mit aufgenommen werden können in den Jahresverlauf.

Heftgestaltung

Jede Person holt sich von allen Mitschüler*innen eine Unterschrift, die sie in ihr eigenes Heft kreuz und quer auf die linke Seite einer Doppelseite schreiben lässt.

Dazu wird auf die rechte Seite folgendes kleine Gebet geschrieben:

Gott, wir sind alle ganz verschieden.

Hilf uns, dass wir einander achten.