Die Frage nach Gott

(Thema: „Die Frage nach Gott“. Jahrgangsstufen acht bis zehn)
Material
Verschiedene Mess- und Optikinstrumente wie Mikroskop, Lupe, Maßband, Fernglas, Briefwaage… Pro Person ein kleiner DIN A 6 – Zettel, pro Person ein Krepppapierband, pro Person ein Stück Wollfaden, ca. 15 cm lang.
Versuche
Die Lehrkraft bringt verschiedene Gegenstände mit, mit denen sich etwas messen und erforschen lässt, wie Mikroskop, Lupe, Maßband, Fernglas, Briefwaage etc. pp. – Die Schüler*innen untersuchen damit verschiedene Dinge innerhalb oder außerhalb des Klassenzimmers.
Gespräch
Gemeinsam wird zusammengetragen, was alles sich messen, untersuchen und erforschen lässt. Schließlich stellt die Lehrkraft die Frage danach, wie das in Bezug auf Gott sei. Ob man über Gott etwas z.B. durch Messungen sagen könne. Und wenn gemeinsam zur Sprache kommt, dass für diese Frage weder Mikroskope noch mathematische Messinstrumente geeignet sind, dass sich also die Existenz Gottes nicht nachweisen lässt: Wie kommt es, dass Gott dennoch im Bewusstsein von Menschen eine Rolle spielt? Dieser Frage soll nun nachgegangen werden.
Anonyme Äußerungen
Auf Zettel anonym schreiben die Schüler*innen Namen von Menschen, die an Gott glauben aus Verwandtschaft oder Bekanntschaft – Großeltern, Paten etc. Diese Zettel werden von der Lehrkraft vorgelesen. Allgemein in die Runde fragt sie: Woher wisst ihr, dass diese Menschen Gott vertrauen (=an Gott glauben)? Es folgt ein Gespräch über die Beobachtungen und über Aussagen, die sie von Glaubenden gehört haben.
Symbolspiel
Nun bekommt jede Person ein Kreppband und überlegt sich ein lebendiges Wesen (Pflanze, Tier, nahestehender Mensch), zu dem man eine besondere Beziehung hat. Man überlegt, was man daran mag, schätzt, es besonders beachtet. Mit der Nennung hält man den Bandanfang fest und gibt das Band-Ende einem Gegenüber, das nun eine neue Beziehung nennt und das eigene Band zu einer anderen Person ausrollt, aber das übergebene Band-Ende von der vorherigen Person weiterhin festhält. („Ich habe eine enge Beziehung zu meiner Schwester. Ihr kann ich alles sagen und ich vertraue ihr. Wir haben auch eine Menge Spaß miteinander.“ „Ich habe eine besondere Beziehung zu meinem Hund. Er freut sich immer so, wenn ich heimkomme. Er hört auf mich. Und ich fühle mich in seiner Gegenwart sicher.“ …) Das so entstandene Netz wird dann auf den Boden gelegt und noch einmal mit Zetteln beschriftet. (Schwester, Hund…)

Gespräch
Im folgenden Gespräch wird geklärt, dass eine persönliche Beziehung nie objektiv, nie neutral ist. („Haben alle hier auch diese besondere Beziehung zu deiner Katze?“)
Recherchieren
In Kleingruppen recherchieren die Schüler*innen in Bibel und/oder Internet Aussagen von verschiedenen Personen über ihre Beziehung zu Gott:
- Mose: Exodus 3,13.14
- David: Psalm 18,7
- Martin Luther King
- Harald Lesch
- Samuel Koch („Gott gibt Kraft für jeden Tag“)
Heftwerkstatt
Die Erkenntnisse aus diesen Recherchen und aus den eigenen Begegnungen mit an Gott glaubenden Menschen wird im Heft zusammengefasst:
Beispiel:
„Menschen erleben Gott persönlich. Es entsteht eine persönliche Beziehung zu Gott. Gott ist dann nichts Abstraktes, nichts neutral Objektives mehr, sondern hat für das eigene Leben eine ganz persönliche Bedeutung.“
Ein Faden wird dazu ins Heft geklebt als Symbol der Beziehung zwischen Gott und Mensch.