Rückhalt geben und Rückhalt erfahren

(Ab 3. Jahrgangsstufe bis Oberstufe – verschiedene Themenzusammenhänge)
Material:
Keines
Symbolspiel
- Alle stehen im Kreis. Die Schülerinnen und Schüler werden gebeten, den eigenen Bodenkontakt wahrzunehmen, die eigene Haltung, den eigenen Atem.
- Dann sind alle eingeladen, Rückhalt zu spüren:
- Jede Person legt ihre rechte Handfläche auf die Lendenwirbelsäule der rechten Nachbarin, des rechten Nachbarn. Die linke Hand dagegen führt man hinter den Rücken der linken Nachbarperson und umfasst das Handgelenk der Hand, die dort bereits auf dem Rücken liegt. (Mit dieser Handhaltung wird es möglich, dass man eine Handfläche als Rückhalt im Rücken spürt. Würde man sich nur hinter den Rücken an den Händen fassen, hätte jede Person eine Faust im Rücken. So aber wird man von einer Handfläche gehalten.)
- Alle stellen sich in leichte Schrittstellung. Nun wiegt der ganze Kreis leicht nach innen und nach außen. Die Bewegung nach außen sollte nicht zu weit gehen, gerade so, dass man den Rückhalt durch die Nachbarn spüren kann. (Es wird „sehr schnell ganz deutlich, wie wichtig es ist, auf sich selber zu achten, damit der nötige Stand gegeben ist. Einzelne können aufgefangen werden. Jedoch nicht alle gleichzeitig.)
Gespräch:
„Wir konnten uns aufeinander verlassen. Weil ich meinen benachbarten Personen Rückhalt gegeben habe, wurde auch ich von ihnen gehalten. Habt ihr diesen Halt spüren können? Was wäre geschehen, wenn ich mich verweigert hätte und meine Arme verschränkt und gesagt hätte, nein, ich kümmere mich nur um mich? …
Manche Leute sagen: Mir hilft auch keiner, da muss ich mich auch nicht um andere kümmern. Was denkt ihr zu so einer Haltung?“