Gefangennahme Jesu – die Hoffnungen des Petrus stürzen ein

(Erste bis siebte Jahrgangsstufe. Thema Passion)
Material. Mehrere Schachteln, die man zu einem Turm aufbauen kann. (Man kann über einige Wochen hinweg nach und nach Schachteln in die Schule mitbringen lassen und vor Ort sammeln.) Plakatschreiber, Schlaghölzchen, Tamburin.
Gespräch mit Symbolspiel. Die Schüler*innen beschriften mit Plakatschreibern nach und nach alle Schachteln mit Erwartungen des Petrus: „Welche Hoffnungen Petrus auf Jesus baut.“ Dabei kann man Bezug nehmen auf den Jubel des Volkes in der Erzählung vom Einzug Jesu nach Jerusalem. Siehe 10. Praxisimpuls. (Z. B. – Friede im Land, – Gerechtigkeit, – dass alle Menschen Gott erkennen, – dass die römische Besatzungsmacht abzieht, – genug Brot für alle, – usw.)
Die Pappkartons werden aufeinandergestapelt, bis ein „Turm hoher Erwartungen“ aufgebaut ist.
Erzählung. Mk 14, 32-65 – Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane
Symbolspiel und Gespräch. Alle stehen im Kreis um den „Hoffnungsturm“. Einige Schüler*innen spielen auf Klanghölzern, einige auf Tamburinen. Dieser Klangteppich kann die Schritte der Soldatenstiefel imaginieren helfen. Die Lehrkraft leitet gestisch das Klanggeschehen an: Alles beginnt leise wie von ferne und steigert sich bedrohlich in der Lautstärke.
In der stärksten Intensität wird innegehalten (Stoppzeichen vorher vereinbaren) und ein kurzes Gespräch über die Reaktionen der Freunde Jesu eingefügt.
In Erinnerung an die Fliehenden laufen schließlich alle Personen quer durch den Kreis, bis der Turm einstürzt. Durch ein zuvor vereinbartes Zeichen setzen sich alle wieder und sprechen über das, was sie nun in der Mitte liegensehen. (Siehe Foto.)
Lehrkraft: „Wer ist denn so wahnsinnig und lässt sich von den Soldaten schnappen? … Oder hättet ihr den Helden gespielt? …“ Gemeinsam mit der Lehrkraft überlegen die Schüler*innen, was Petrus und seinen Freunden mit ihren Hoffnungen zu Jesus nun geschehen ist. Vielleicht erlauben es Atmosphäre und Klassensituation, auch von heutigen Hoffnungen zu erzählen, von denen Menschen erleben, dass sie einstürzen. Am Ende der Gesprächsphase verweist die Lehrkraft darauf, dass die Geschichte ja weitergeht und sich mit Ostern neue Wege öffnen.